Haarausfall im Frühling – Expertentipps

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    Trockene Heizungsluft, mangelhafte Ernährung, hormonelle Umstellung, psychische Belastungen – die Gründe für Haarausfall sind wissenschaftlich noch nicht genau erforscht. Fakt ist, dass viele Menschen im Frühling häufig unter verstärktem Haarausfall leiden. Univ. Doz. Dr. Paul Sator, Dermatologe im Krankenhaus Hietzing, gibt hilfreiche Tipps für volles, gesundes und kräftiges Haar.

Wir verlieren täglich Haare. Das ist ganz normal. Doch erst wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich in der Bürste zurückbleiben, sprechen wir von Haarausfall. Dann ist es ein Warnsignal des Körpers!

Glatze, Geheimratsecken & Co.

Ein reines Männerproblem? „Nein, Haarausfall ist ein sehr häufiges Haarproblem bei Männer und Frauen. Männer klagen zuerst über Haarverlust an den Schläfen und am Hinterkopf. Frauen bemerken, dass ihre Haare einfach ausgehen und allgemein dünner werden. Die Ursache ist nicht selten hormonell oder erblich bedingt. Oft liegt bei meinen Patienten mit Haarausfall auch ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen vor“, so Doz. Dr. Paul Sator, Dermatologe im Krankenhaus Hietzing in Wien und erklärt weiter: „Der ‚Bösewicht‘ heißt Dihydrotestosteron, kurz DHT genannt. DHT hemmt den Haarwuchs. Bei erblich bedingtem Haarausfall reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf dieses männliche Sexualhormon, das allerdings auch im weiblichen Körper gebildet wird.“

Der DHT–Haushalt kann durch den pflanzlichen Fettbaustein ‚Sitosterol‘ aus Brennesselextrakt oder Kürbiskernextrakt reduziert werden. Zusätzlich sind Vitamin C, B-Vitamine, Ginkgo, Kupfer und Zink wichtig bei diffusem Haarausfall, der durch Stress, psychische Belastungen und Mangelernährung verursacht werden kann.

Hilfe aus der Natur auf einen Blick

Unterstützend für Haare und auch für die Haut ist eine Wirkstoffkombination aus verschiedenen Inhaltsstoffen*:

  • Sitosterol, enthalten in Kürbiskern- und Brennesselextrakte, reduziert auf natürliche Weise den DHT-Haushalt und wirkt somit Haarausfall entgegen.
  • Vitamin C kurbelt das Immunsystem und den zellulären Stoffwechsel an und trägt so dazu bei, dass Zellen vor oxidativem Stress geschützt sind.
  • Ginkgo Biloba Extrakt kann die Mikrozirkulation in den Kapillaren erhöhen und damit für eine bessere Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen und Sauerstoff sorgen.
  • Der B-Vitamin-Komplex ist ein wahrer Universalvitalstoff für die Haare und sorgt zusätzlich für einen besseren Energiehaushalt des gesamten Körpers. Vitamin B5 und Vitamin B3 wirken Müdigkeit und psychischen Dysbalancen entgegen.
  • Kupfer und Zink schützen die Zellen ebenfalls vor oxidativem Stress. Kupfer unterstützt zudem das Bindegewebe und die normale Haar- und Hautpigmentierung.

Trockenes Haar nach dem Winter

Es gibt außerdem noch weitere Ursachen, warum Haare an Elastizität, Glanz und Fülle verlieren. Gerade jetzt nach dem Winter jammern viele über trockenes und sprödes Haar vor allem durch die trockene Heizungsluft. Mützen, Hauben, Bettwäsche oder Teppiche aus Kunstfaser laden die Haare zusätzlich statisch auf und lassen sie leichter brechen. Außerdem entziehen Coloration, Dauerwelle oder heißer Föhn dem Haar nützliches Fett.

Richtige Haarpflege – 10 Expertentipps

Univ. Doz. Dr. Paul Sator, Dermatologe im Krankenhaus Hietzing, gibt hilfreiche Tipps für volles, gesundes und kräftiges Haar.

  • Bei strapaziertem Haar empfehle ich unbedingt die Verwendung von milden rückfettenden Shampoos – zum Beispiel mit Kräuterextrakten.
  • Empfehlenswert sind auch regenerierende Haarpackungen, Spülungen und Haaröl. Auch Olivenöl und Avocado ergeben eine gute natürliche Haarkur.
  • Heißes Wasser entzieht der Kopfhaut und dem Körper zusätzlich Fett. Daher nur mit lauwarmem Wasser duschen.
  • Nach dem Kopfwaschen Haare nur sanft mit dem Handtuch auswringen und nicht rubbeln.
  • Verzichten Sie in der warmen Frühjahrs- und Sommermonaten lieber auf Fön und Glätteisen.
  • Lange Haare täglich und behutsam bürsten am besten mit antistatischen Bürsten mit Naturborsten oder Kämmen aus Holz und Horn. Keine Bürsten aus Hartgummi!
  • Enge Haargummis und Haarspangen sind meist zu straff und führen oft zu Haarbruch. Deshalb am besten nur selten verwenden. Topmodisch und gut fürs Haar sind locker, geflochtene Zöpfe oder ein Dutt.
  • Vermeiden Sie Kleidung, Bettwäsche und Teppiche aus Kunstfaser, die die Haare statisch aufladen. Greifen Sie – auch der Haut zuliebe – besser zu Baumwolle, Leinen oder anderen Naturfaserstoffen.
  • Vermeiden Sie zu trockene Raumluft: Zwei- bis viermal pro Tag ordentlich lüften. Pflanzen sorgen zusätzlich für ein gesundes Raumklima. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 30 und 50 Prozent.

Oft liegt bei Haarausfall auch ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen vor. Ratsam ist hier Vitamin C, B-Vitamine, Ginkgo, Kupfer und Zink.

* Da es sehr schwierig ist, diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe in der richtigen Dosierung und Qualität mit der Nahrung aufzunehmen, kann man auf entsprechende Produkte zurückgreifen.



Über Kave Atefie

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