Eiweißpulver – wie wird es hergestellt und wofür wird es genutzt?

Ernährung & Fitness

Eiweißpulver sind Proteine in hochkonzentrierter Form. Sie können aus tierischem oder pflanzlichem Eiweiß zusammengesetzt sein. Für die Herstellung werden sie aus ihren Quellen gelöst und dann getrocknet sowie weiterverarbeitet.

Das Pulver kann dann als Kapsel geschluckt oder als Proteinshake getrunken werden. 

Es gibt ein ganzes Bündel an Gründen dafür, warum Angebot und Nachfrage für Eiweißpulver so massiv sind.

In der Folge werden wir uns mit Nutzen und Wirkung von Proteinpulver auseinandersetzen und auf die unterschiedlichen Arten des Nahrungsergänzungsmittels eingehen.

Einen ersten Überblick über die Supplemente zusammen mit einem Eiweißpulver Vergleich verschaffen spezialisierte Vergleichsportale.¹

Eiweißpulver zum Abnehmen

Proteine sind der Goldstandard unter den Makronährstoffen. Ihr Kalorienanteil liegt mit 4,1 pro Gramm ungefähr auf dem Niveau von Kohlenhydraten, aber deutlich unter dem von Fett (9 Kalorien). Dennoch sind Proteine aus diätetischer Sicht Kohlenhydraten bei weitem überlegen.

Kohlenhydrate sind nämlich nichts anderes als unterschiedlich lange Ketten aus verschiedenen Zuckermolekülen. Vor allem kurzkettige Kohlenhydrate werden schnell verstoffwechselt und führen immer wieder zu neuen Heißhungerattacken. Sind die Zuckerdepots im menschlichen Körper gefüllt, dann werden die überschüssigen Kohlenhydrate als Fette eingelagert. 



Wer eins und eins zusammenzählen kann, stellt nun fest, dass von den drei genannten Makronährstoffen nur noch die Proteine übrig bleiben. Gleich ob Anhänger von Low Carb oder Low Fat, Proteine mögen sie alle. Die Baustoffe des Körpers besitzen nämlich einen nachhaltigen Sättigungseffekt, fördern den Stoffwechsel und es werden bereits infolge des „thermischen Effekts“ (TEF bzw. Thermic Effect of Food) bis zu 30 % von ihnen während des Verdauungsvorgangs verbrannt.

Dieser beschreibt den zusätzlichen Kalorienverbaruch durch die Verdauung und macht etwa 10 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs aus. Es ist daher grundsätzlich ratsam bei einer Ernährungsumstellung mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion Lebensmittel zu essen, für deren Verdauung der Körper besonders viel Energie benötigt.²

Insofern macht es Sinn, seinen Appetit vorzugsweise über Proteine zu stillen, denn ein hoher Proteinanteil erhöht den Kalorienverbrauch ganz ordentlich. Außerdem hat es so jeder, der eine Diät machen möchte, mit Eiweißpulver in der Hand, durch eine Senkung seiner Gesamtenergiebilanz seine Fettpolster loszuwerden, ohne aber seine Muskelmasse anzutasten.

Eiweißpulver für Sportler und den Muskelaufbau

Es ist bekannt, dass Sportler und Bodybuilder ihren Eiweißshake lieben. Dies liegt daran, dass die Muskeln zu einem großen Teil aus Proteinen bestehen. Mit Proteinpulver helfen Sie ihren Muskeln also beim Wachstum und verstärken damit ihren Trainingseffekt.

Auch Sportler wollen ihre Fettpolster loswerden und ihre Muskelmasse erhalten bzw. ausbauen. Das Proteinpulver verhilft Sportlern somit zu einem definierten Körperbau. Auch benötigen die Muskelzellen Proteine für die Reparatur von durch das Training beschädigten Muskelzellen, denn Muskeln erleiden bei jeder intensiven Trainingseinheit kleinste Faserrisse.

Das sind die Gründe für den hohen Bedarf von Sportlern an hochwertigen Proteinquellen.

Welche Arten von Eiweißpulver gibt es?

Am bekanntesten unter den Eiweißpulvern sind Whey-, Casein- und 3K-Proteine. Whey- und Caseinproteine bestehen aus der Milch von Säugetieren und sind besonders reich an Nährstoffen. Whey ist dabei das direkte Molkeprodukt und Casein (Käse) das Produkt, das später zu Käse weiterverarbeitet wird.

Während Wheyproteine für ihre schnelle Wirkung geschätzt werden, liegen die Vorteile bei Casein bei einer besonders effektiven Versorgung an Muskelstoffen. Mit 3K-Proteinen werden die Vorzüge von Whey- und Caseinproteinen miteinander vereint. Dem Produkt werden außerdem Proteine vom Ei zugefügt, die frei von Fetten und Zucker sind, besonders stark sättigen und kein Wasser an sich binden. 



Pflanzliche Proteine werden zum Beispiel aus Weizen, Amaranth, Quinoah, Reis, Soja, Nüssen, Kürbiskernen und Hülsenfrüchten gewonnen. Während Weizenproteine als minderwertig gelten, haben Proteine aus Sonnenblumenkernen, Soja, Reis, Hanf und Erbsen unter Veganern den besten Ruf.

Veganes Eiweißpulver besteht ausschließlich aus pflanzlichen Proteinquellen und ist in der Regel bereits als solches gekennzeichnet. Vegane Eiweiße zeichnen sich durch viele Omega-3-Fettsäuren, wertvolle Mineralstoffe und einer hervorragenden Bioverfügbarkeit aus. Firmieren die Proteine unter dem Zusatz: „Bio“, dann entstammen die Zutaten ausschließlich aus kontrolliert biologischem Anbau.

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Quellen:

¹ Eiweißpulver Test & Vergleich
² Der TEF-Effekt: Welche Lebensmittel den Kalorienverbrauch ankurbeln

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Über Kave Atefie

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