Obstruktive Schlafapnoe – Ursachen & Therapiemöglichkeiten

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Lautes Schnarchen samt Atemaussetzer aufgrund verlegter oberer Atemwege wird als Obstruktive Schlafapnoe (OSA) bezeichnet. Doch was tun gegen die schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS)?

Jeder kennt das Gefühl, wenn einen Stress und Sorgen die halbe Nacht wachhalten. Gedanken an die Arbeit, das Privatleben und anderes bringen uns manchmal um den Schlaf in der Nacht. Doch was, wenn man trotz ausreichend Schlaf täglich dennoch von Tagesmüdigkeit im täglichen Leben begleitet wird?

Eine nicht unbedeutende Anzahl an Menschen in Deutschland hat genau mit diesen Symptomen zu kämpfen. Obwohl jede Nacht acht Stunden Schlaf oder mehr möglich sind, fühlen sie sich dennoch Tag für Tag schlapp, unausgeschlafen und nicht voll bei Kräften. Die Gründe dafür sind oft nicht klar auszumachen.

Einige Begleiterscheinungen können aber auf eine obstruktive Schlafapnoe hindeuten. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der der Körper nachts nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden kann. Mitten in der Nacht kommt es zu Atemaussetzern und einem Schnappen nach Luft. Manchmal wachen die Betroffenen dabei auf, manchmal bekommen sie es aber auch gar nicht mit.

Eher sind es die Partner, die auf der anderen Betthälfte liegen und den nächtlichen Kampf um Luft mitbekommen. Ein Alarmzeichen, das nicht ignoriert werden sollte.

Die Risiken von Schlafapnoe

Die größte Gefahr, die mit Schlafapnoe einhergeht, ist die, dass sie nicht erkannt wird. Denn ist sie hingegen diagnostiziert, gibt es zum Glück bereits einige Methoden, um die Beschwerden schnell zu lindern und auch den Ursachen der Erkrankung entgegenzuwirken, sodass das Risiko für die Gesundheit deutlich gemindert werden kann.

Viele Menschen leiden jedoch oft jahrelang darunter, ohne eine klare Diagnose zu erhalten, geschweige denn, eine Behandlung in Anspruch zu nehmen. Vielfach tritt eine Art Gewöhnung ein, sodass die täglichen Beschwerden, die damit einhergehen, einfach in Kauf genommen werden. Die Tagesmüdigkeit wird einfach als gegeben akzeptiert und die Atmung wird entsprechend angepasst, sodass ignoriert wird, dass ein normales Atmen vor allem in der Nacht eigentlich schon lange nicht mehr möglich ist.

So werden die Warnzeichen kleingeredet und unter den Tisch gekehrt anstatt ernst genommen zu werden.

Dabei stellt Schlafapnoe eine Erkrankung dar, die mitunter sehr drastische Folgen haben kann. Durch die Atemaussetzer in der Nacht kommt es dazu, dass der Körper zwischen zehn Sekunden bis zu einer Minute nicht mit Sauerstoff versorgt werden kann. Dies kann auch Gehirnzellen schädigen und unterschiedliche Folgeerscheinungen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig, die obstruktive Schlafapnoe so rasch wie möglich zu behandeln.

Arten von Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe werden verschiedene Arten je nach Ausformung und Ursache unterschieden.

Zur obstruktiven Schlafapnoe kommt es, wenn die Muskulatur nicht mehr in der Lage ist, die Atemwege in der Nacht ausreichend freizuhalten. Die Weichteile erschlaffen und die Atmung wird dadurch eingeschränkt.

Die Zentrale Schlafapnoe liegt vor, wenn die Ursache im Gehirn liegt, das keine Signale mehr an die Atemmuskulatur mehr sendet, sodass diese nicht mehr ordnungsgemäß ihre Funktion erfüllen kann. Darüber hinaus können auch Mischformen vorliegen.

Behandlungsmethoden bei obstruktiver Schlafapnoe

Die obstruktive Schlafapnoe, OSA, ist eine Form der Schlafapnoe, die vergleichsweise gut behandelt werden kann. Eine Methode besteht darin, während der Nacht eine spezielle Maske zu tragen, die einen leichten Luftdruck erzeugt und dadurch die Atemwege in der Nacht offen hält. Nicht alle Patienten können sich jedoch mit dieser Variante anfreunden. Alternativ gibt es die Unterkiefer-Protrusionsschiene.

Dank der Schiene, die im Mund getragen wird, wird der Unterkiefer vorne gehalten, um ein Verschließen der Atemwege zu vermeiden. In besonders schweren Fällen kann zudem selbstverständlich auch ein chirurgischer Eingriff erfolgen, der jedoch auch keine absolute Sicherheit gibt, die Erkrankung zu behandeln.

Auch da viele Patienten eine Operation vermeiden möchten, werden daher die alternativen Behandlungsmethoden gewählt, die zwar längerfristig angesetzt sind, aber mit denen bei zahlreichen Betroffenen bereits beachtliche Ergebnisse erzielt werden konnten. Wird die Schlafapnoe hingegen nicht behandelt, steigt das Risiko einer Herzerkrankung enorm und auch das Schlaganfallrisiko.

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Quellen:

¹ Behandlungsoptionen bei obstruktiver Schlafapnoe – OSA
² Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung: Übersicht über Schlaflabore in Österreich

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