Sonnenbrille – Schutz für Kinderaugen

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    Sommerzeit ist Ferienzeit und Sonnenzeit. Ist das Wetter schön, verbringen viele Kinder gerne mehr Zeit im Freien. Und das ist gut so, denn Bewegung und frische Luft stärken das Immunsystem. Aber Achtung: die UV-Strahlen der Sonne können den empfindlichen Kinderaugen ziemlich zusetzen. Ohne Sonnenbrille dringen bis zu 80 Prozent der gefährlichen Strahlung ins Auge vor und können dort Langzeitschäden verursachen. Experten betonen daher, dass eine gute Sonnenbrille kein unnötiges Spielzeug, sondern vor allem auch für Kinder eine Pflicht ist.

Kinder sind durch UV-Strahlung besonders gefährdet

Gerade Kinderaugen sind besonders empfindlich, da der Eigenschutz noch nicht vollständig ausgebildet ist und Lichtstrahlen ungehindert auf die Netzhaut fallen. Diese ist besonders reich an so genannten ungesättigten Fettsäuren, die durch intensives Licht freie Radikale bilden. Die Netzhaut wird so einem „oxidativen Stress“ ausgesetzt.

Überhaupt nicht in die pralle Sonne sollten Kinder im ersten Lebensjahr. In diesem Alter erreichen etwa 90 Prozent der UVA-sowie mehr als 50 Prozent der UVB-Strahlung die Netzhaut. Intensive Sonnenstrahlung, die vom Sand, Schnee, Wasser oder Asphalt reflektiert wird, kann die Hornhaut unmittelbar verletzen.

„Kinderaugen reagieren um einiges empfindlicher auf Sonnenlicht als die von Erwachsenen, weil sie größere Pupillen und hellere Augenlinsen haben“, informiert KR Anton Koller, MSc., Fachgruppenobmann der Gesundheitsberufe Wien und ergänzt: „Eine intensive UV-Strahlenbelastung in der Kindheit kann im Erwachsenenalter zu Schädigungen der Netzhaut, der Hornhaut und der Augenlinse führen.“ Koller appelliert deshalb an die Eltern, Kinder zum Schutz vor zu intensiver UV-Strahlung neben Sonnencreme und Kopfbedeckung unbedingt auch mit einer Sonnenbrille auszustatten.

Glastönung sagt nichts über UV-Schutz aus

Gute Kindersonnenbrillen verfügen über einen 100prozentigen Schutz vor UV-Strahlen, sind robust, bruchsicher und frei von scharfkantigen Elementen. Auch der Blendschutz spielt eine wichtige Rolle. Denn dieser charakterisiert den Grad der Abdunklung des Sonnenbrillenglases. „Generell reicht bei uns die Blendschutzkategorie 2 aus. Bei Aufenthalten am Meer empfiehlt sich eine Blendschutzkategorie 3“, so KommR Anton Koller.

Vorsicht: der Grad der Glastönung sagt nichts über den UV-Schutz aus. Für Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt Koller sich bei den Wiener Augenoptikermeistern /Optometristen ausführlich beraten zu lassen, die ein breites Sortiment an Kindersonnenbrillen in allen Preisklassen anbieten. Viele Modelle können auch mit optischen und entspiegelten Gläsern ausgestattet werden. Koller abschließend: „Nicht zu vergessen, die Sonnenbrille muss den Kindern gefallen, damit sie sie auch wirklich aufsetzen und das ist das Wichtigste.“

Kunststoffgläser für Kinderbrillen

Da Glas bei Bruch splittert und so die Verletzungsgefahr hoch ist, sollten Kinder unbedingt Sonnenbrillen mit Kunststoffgläsern tragen. Diese bieten darüber hinaus auch einen Schutz gegen mögliche „mechanische“ Unfälle. Eine gute Kindersonnenbrille bietet neben einen wirksamen UV-Filter einen zusätzlichen Seitenschutz gegen die Streustrahlung von reflektierenden Flächen. Ideal sind Sonnenbrillen, die über einen Breitband-UV-400-Schutz verfügen, der alle gefährlichen Wellen im ultravioletten Bereich filtert. In Europa erkennt man diese Brillen am CE-Zeichen.

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Quellen:

¹ Die richtige Sonnenbrille
² Sonnenbrillen für Kinder
³ optiker.at – Infos zur Kindersonnenbrille

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