Abwehrtipps gegen Sommergrippe

gesundheit-medizin

Gott sein Dank keine “richtige Grippe”, aber unangenehm genug, wenn im Sommer die Nase läuft, Hals, Kopf und Ohren schmerzen und im schlimmsten Fall noch Fieber und Durchfall auftreten. Die Sommergrippe ist zwar für gesunde Menschen relativ harmlos, aber äußerst lästig. Wir haben recherchiert, wie Sie optimal vorbeugen und was Sie tun können, wenn es Sie doch erwischt hat.

Auslöser

In der warmen Jahrezeit dominieren Virentypen, die gut an das Sommerklima angepasst sind. Sie sind speziell bei höheren Temperaturen äußerst aktiv und unempfindlich gegen UV-Licht bzw. Austrocknung. Es gibt rund 200 unterschiedliche Virenarten, die den Infekt verursachen können – typische Auslöser der Sommergrippe sind Entero- oder Coxsackie-Viren. Besonders anfällig sind all jene, deren Immunsystem – durch Stress, Vorerkrankungen oder starke Belastung – bereits geschwächt ist, sowie ältere Personen und kleine Kinder.

Ein Auslöser für die Sommergrippe kann eine Stressreaktion des Körpers sein, z.B. auf

  • hohe Temperaturunterschiede
  • übermäßiges Sonnenbaden und sofortige Abkühlung
  • starkes Schwitzen
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme

Durch diese künstlichen Stressfaktoren ist das menschliche Immunsystem gezwungen, auf Hochtouren zu laufen und hat weniger Energie für die klassische Virenabwehr. Durch klimatisierte Räume sind die Schleimhäute ausgetrocknet und können ihre Funktion als Schutzschild nicht mehr richtig erfüllen. Die Erreger können sich leichter einnisten und der Körper versucht, sie wieder loszuwerden indem er mit Schnupfen, Husten und Unwohlsein reagiert.

Die besten Tipps zur Vorbeugung

Alle Tipps zielen darauf ab, den Körper im Sommer nicht unnötig zu belasten:

  • auch an den heissesten Tagen Weste oder Tuch mitnehmen – oft sind Innenräume überklimatisiert und schlichtweg viel zu kalt!
  • Stress vermeiden, ausreichend schlafen
  • ausreichend (2-3 Liter) trinken: Wasser, lauwarmer Kräutertee, verdünnte Fruchtsäfte. Eiskalte Getränke und Eiswürfel meiden.
  • leichte, abwechslungs- und vitaminreiche Kost
  • exzessive Sonnenbäder meiden, basischen Sonnenschutz verwenden
  • nasse, auch verschwitzte Kleidung, nach Möglichkeit wechseln

Die Sommergrippe ist auch ansteckend, sie sollten also den Kontakt zu verschnupften Menschen meiden und die üblichen Hygienstandards einhalten.

Die Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, wie zum Beispiel Niesen oder Husten oder über Schmierinfektionen durch fäkale Verunreinigungen. Durch die Berührung einer Türklinke oder eines Einkaufswagens können die Krankheitserreger auf die Schleimhäute gelangen. Speziell bei Personen, die täglich mit vielen anderen in Kontakt kommen, steigt die Gefahr, sich mit einer Sommergrippe zu infizieren.

Schließlich fassen wir uns rund 400 Mal pro Tag mit den Händen ins Gesicht und verteilen so die Kranheitserreger. Guter Tipp, so einfach wie effektiv: Händewaschen! 90% aller Krankheitserreger gelangen durch Händekontakt in den Körper – wer seine Hände regelmässig wäscht, hält Viren fern!

Was hilft, wenn’s einen erwischt hat

Zunächst ist Schonung angesagt; das Immunsystem braucht Ruhe und Zeit, um gegen die Viren anzukämpfen. Zusätzlich bewähren sich die typischen Hausmittel gegen Erkältungen:

  • Topfenwickel gegen Halsschmerzen
  • Meersalzspülung für die Nase
  • Brustwickel aus Topfen, Kartoffeln oder Zwiebeln
  • Bei Fieber: kühle Wadenwickel
  • Kamillen- oder Salbeitee wirken entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute
  • Lauwarmes Ingwerwasser (mit Zitrone und Honig abgeschmeckt) stärkt die Abwehrkräfte

Wer lieber auf die Apotheke vertraut: Aspirin, Paracetamol und ählich klassische Wirkstoffe helfen bei Fieber und Gliederschmerzen. Chlorphenamin mildert den Hustenreiz und wirkt abschwellend auf Hals- und Nasenschleimhäute.

Sofern das Abwehrsystem des Körpers grundsätzlich in Ordnung ist, dauert eine Sommergrippe rund eine Woche, bei geschwächten Personen, kann sie alledings auch länger dauern.

Linktipps: