Menstruationsbeschwerden lindern mit Shiatsu

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„Wieder ist es soweit – die qualvollen, schmerzhaften Tage vor meiner Menstruation haben begonnen. Das Verlangen nach Schokolade und reichlich salziger Nahrung wird immer größer – ich esse mehr als sonst. Meine Verdauung spielt verrückt – Verstopfung und Blähungen machen sich bemerkbar. Ich fühle mich zunehmend unwohl in meinem Körper. Hinzukommen die lästigen Wasseransammlungen in meinen Beinen und Händen – ich fühle mich aufgedunsen und bin kurz vorm Platzen.“

„Auch mein Bauch und meine Brüste schwellen an, sind hart und schmerzhaft. In meinem Gesicht sprießen unzählige Pickel, meine Haut wird immer unreiner. Manchmal plagen mich dann auch noch entsetzliche Kopfschmerzen gegen die kein Mittel hilft. Einen Tag vor dem Einsetzen der Regel verspüre ich unglaubliche Schmerzen im unteren Rücken und im Unterbauch – alles krampft sich zusammen. Neben den ganzen körperlichen Veränderungen befinde ich mich auch in einem totalen Gefühlschaos. In einem Moment bin ich leicht aufbrausend, aggressiv, kaum zu bremsen, im anderen fühle ich mich verletzlich und kann meine Tränen nicht zurückhalten. Auch für meine Familie ist diese Zeit nicht einfach, sie wissen nicht wie sie mit meinen Launen umgehen sollen.“

Susanne K. ist kein Einzelfall. Immer häufiger kommen Frauen mit prämenstruellen Beschwerden zu uns in die Shiatsupraxis. Für uns Shiatsupraktiker ist PMS Ausdruck eines energetischen Ungleichgewichts, das in weiterer Folge zu einer Blockade des Energie- und Blutflusses führt.

So unterschiedlich stark die Symptome von Frau zu Frau ausgeprägt sein können, ihre Wurzeln sind meist ähnlichen oder gleichen Ursprungs. Schlechte Ernährungsgewohnheiten, mangelnde Bewegung, ein stressiges Berufsleben, eine unerfüllte Beziehung oder die Aufopferung als Mutter stehen an oberster Stelle.

Handelt es sich nun um die gestresste Hausfrau, die nur für die Familie lebt oder um die aufstrebende Karrierefrau, die sich in einer von Männern dominierten Berufswelt behaupten muss – in beiden Fällen ist eines klar – es bleibt keine Zeit und kein Raum sich den rhythmischen Veränderungen des weiblichen Körpers anzupassen und sich dem Frausein hinzugeben. Die der Frau von der Natur gegebenen Fähigkeiten der Hingabe, des Wachsens und Reifens sowie des Loslassens drücken sich auf körperlicher Ebene im monatlich wiederkehrenden Zyklus der Menstruation aus. In unserer heutigen Zeit und Gesellschaft ist es der Frau aber nicht möglich sich entsprechend den unterschiedlichen Menstruationsphasen zu verhalten.

Ruhe- und Erholungsphasen, die des Öfteren erforderlich wären, sind mit Beruf und Familie nicht vereinbar. Auch in den Medien wird der Menstruation eine ambivalente Rolle zugeteilt. Einerseits wird offen über sie gesprochen, weit entfernt ein Tabu darzustellen, andererseits darf man sie weder sehen, riechen noch von ihr beeinträchtigt werden. Die Frau wird quasi dazu gezwungen ihr Frausein zu unterdrücken und ihre Weiblichkeit abzulehnen. Doch Körper und Seele protestieren vehement – PMS und Regelschmerzen sind die Folge. Je stärker die Ablehnung, desto größer ist meist auch der Leidensdruck der betroffenen Frauen.

Entsprechend dem Lebenswandel der Frau von Heute gibt es wie bereits angeschnitten noch andere Faktoren, die den Menstruationszyklus negativ beeinflussen. Schlechte Ernährungsgewohnheiten tragen zur Entstehung von prämenstruellen Beschwerden bei. Eine oftmals als gesund propagierte Ernährungsweise, die vorwiegend auf der Zufuhr von Milchprodukten, rohem Gemüse und Salat basiert, oder eine einseitige Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen Produkten sowie ein hoher Salzkonsum fördern PMS in hohem Maße. Ungekochte Nahrung, Milchprodukte, Kaffee und Zucker kühlen und schwächen den Körper.

Der Organismus muss wesentlich mehr arbeiten, um diese Nahrungsmittel umzuwandeln und zu verdauen. Letztlich ist unser Körper überfordert, dies führt zur Ablagerung von Schlacken im Gewebe und zur Übersäuerung des Blutes. Die angeführten Nahrungsmittel haben letztlich die gleiche Auswirkung, sie führen zur Verschleimung, Verunreinigung und Stagnation im Körper. Prämenstruelle Beschwerden und ein dunkles klumpiges Menstruationsblut sind Ausdruck dessen.

Wie kann Shiatsu helfen?

„Seit 2 Monaten gehe ich ein Mal wöchentlich zu meiner Shiatsupraktikerin. Anfangs etwas skeptisch und überfordert mit den ganzen Ratschlägen, mit denen ich nach einer Sitzung nach Hause geschickt wurde, war ich dennoch bereit alles zu probieren, um endlich meine Schmerzen los zu werden. Besonders schwer fiel mir die empfohlene Ernährungsumstellung. Der Verzicht auf meine geliebte Semmel mit Marmelade sowie den Kaffee mit Milch und Zucker frühmorgens war wohl am schlimmsten. Stattdessen gab es warmen Getreidebrei mit Früchten und dazu eine Tasse Tee. Die ersten Tage habe ich mich total müde gefühlt, wurde auch von Kopfweh geplagt – eine natürliche Entgiftungsreaktion des Körpers so meine Praktikerin. Fleisch gibt es nur mehr einmal die Woche, auf Milchprodukte verzichte ich ganz. Zweimal täglich esse ich nun warm – meinem Körper tut das richtig gut, ich fühle mich energiegeladen und habe wieder Spaß an Sport – zweimal pro Woche gehe ich joggen oder Rad fahren.

Nach den ersten 3 Shiatsubehandlungen waren die Beschwerden bereits wesentlich milder. Auf Anraten meiner Therapeutin habe ich mir täglich eine Woche vor Menstruationsbeginn eine heiße Ingwerkompresse auf den Unterbauch gelegt, die Bauchkrämpfe und unteren Rückenschmerzen waren deshalb nicht so schlimm wie sonst. Täglich trinke ich Frauenmanteltee zur Hormonregulation.

Mein Körper und mein Denken verändern sich, ich fühle mich weiblicher als zuvor, nehme die monatlichen Veränderungen meines Körpers bewusster wahr, verbringe mehr Zeit mit mir selber und genieße das Frausein …“

Shiatsu – im Fluss des Lebens

Shiatsu (jap. für „Fingerdruck“) ist eine in Japan entwickelte Form der Körpertherapie und betrachtet den Menschen ganzheitlich als Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Shiatsu ist Berührung – der Schlüssel zu Körper und Psyche. Durch gezielten Druck auf Meridiane und Akupressurpunkte werden energetische Blockaden gelöst, das Blut wird in Bewegung gebracht und die Reinigung des Körpers über in die Menstruation unterstützt.

Shiatsu leitet einen Prozess ein, der auf physischer und viel mehr noch auf psychischer Ebene abläuft und Veränderungen mit sich bringt. Voraussetzung dafür ist aber das Streben und der Wille von Seiten der Klientin eingefahrene Verhaltensmuster über Bord zu werfen und Verantwortung für das eigene Leben und den eigenen Körper zu übernehmen.

Besonders bei einer Frau mit prämenstruellen Beschwerden steht deren Mitarbeit im Vordergrund. Sei es, dass sie gezielt ihre Ernährung umstellt oder sich täglich Zeit für das Auflegen einer Ingwerkompresse nimmt, die Klientin ist die aktive und treibende Kraft dieses Prozesses.

Shiatsu begleitet die Klientin während dieser Zeit auf dem Weg zurück zu ihren weiblichen Wurzeln. Die monatliche Reinigung des Körpers über das Menstruationsblut ist ein bedeutender Teil des Frauseins und kann durch Shiatsu wieder mehr genossen werden.

[box type=“shadow“]Autorinnen

Esther Eder, dipl. Shiatsu Praktikerin und Gudrun Harrer dipl. Shiatsu Praktikerin Während ihrer Ausbildung konnten sie ihr Wissen auf dem Fachgebiet der Gynäkologie im Zuge eines Praktikums erweitern und wertvolle Erfahrungen für ihre zukünftige Tätigkeit in der eigenen Praxis sammeln. Mail: estar_@gmx.at
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Über Kave Atefie

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